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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Frohe Botschaft zum Fest







Foto: Wikimedia






Ein feines Weihnachtsgeschenk für uns und für alle, die auch von den verlogenen Tierfutterkonzernen angeekelt sind



Anwälte in Kalifornien, Minnesota, Georgia und North Carolina haben eine Sammelklage gegen führende Hersteller und Verkäufer von Haustierfutter eingereicht: 

- gegen Mars, Nestlé Purina, Hills und Petsmart 


- sowie gegen Veterinärklinik-/praxisketten, die diesen Tierfutterunternehmen gehören. 



Sie werfen, kurz gesagt, den Herstellern und Verkäufern vor, die Tierhalter mit ihren "Prescription"-Produkten zu täuschen


Diese "Prescription"-Sorten* enthalten, so der Vorwurf, auch nichts anderes als die normalen (und preiswerteren) Produkte. 

Marketing und Aufmachung von "Prescription"-Futter verstoßen, heißt es weiter, unter anderem gegen Verbraucherschutzrecht.

Den Herstellern und Verkäufern wird vorgeworfen, dass diese "Prescription"-Produkte nur dazu dienten, höhere Preise zu erzielen. 

Usw. 

Den Wortlaut der Klage kann man hier nachlesen (englisch). 


***

Das Ganze wird sich noch Jahre hinziehen. 

Die Gegenseite - stinkend vor Geld, das der Futterdreck einbringt - wird die teuersten Anwaltskanzleien der USA in Stellung bringen. 

Und natürlich auch jede Menge Mietmäuler aus der "Wissenschaft" aufbieten. 

Schließlich nehmen fast alle akademischen Fachleute für Haustierernährung auf die eine oder andere Art Geld von den Futterherstellern

Mehr noch, ganze Vet Schools (Veterinärfakultäten) lassen sich von den Unternehmen kaufen, äh, sponsern. Für Beträge, die die hochprofitablen Hersteller aus der Portokasse zahlen.  

***

Mit den überteuerten fragwürdigen "Prescription"-Produkten wird selbstverständlich auch hierzulande Kasse gemacht, siehe zum Beispiel hier

"Klinisch erprobt". Nur beim Tierarzt erhältlich. Damit die Kundschaft dran glaubt.**

*Prescription = Verschreibung = Suggestion, es handle sich um so etwas wie ein von einer Arzneimittelbehörde geprüftes und zugelassenes Medikament

**Wer hier eine doppelte Bedeutung herausliest, liegt möglicherweise nicht falsch. 


©trockenfutter-katzen.blogspot.de/



Freitag, 11. November 2016

Zum Wochenende: Wirklich furchtbar


Elizabeth Foster Jenkins war eine reiche Frau, die sich großen Ruhm erwarb, weil sie nicht singen konnte. 

Derzeit läuft ein Film über sie in den Kinos. 

Katzen haben ihr Urteil über ihren Gesang längst kundgetan. 

"Gar nicht so schlimm nach einem Dutzend Martinis."



Mittwoch, 2. November 2016

Industriefutter > Übergewicht > Diätfutter > Diabetes > Krebs






Rundlich, aber mit prima Blutzuckerwerten,
weil artgerecht ernährt.      Foto: MP




Industriefutter macht Katzen krank. 

Ein typischer Fall: 

Katze, 11 Jahre alt, mit Industriedreck gefüttert, übergewichtig, verrottete Zähne, wird vom Tierarzt auf Diätfutter gesetzt. 

Katze nimmt nicht ab, obwohl Besitzerin Diätanweisung gewissenhaft befolgt. 

Ein Jahr später die Diagnose Diabetes.

Die Bauchspeicheldrüse kann nicht mehr. Klar, bei dem ständigen Beschuss mit Kohlenhydraten. 

Tierarzt verordnet Diabetesfutter (feucht und trocken). 

Der Diabetes ist schlecht unter Kontrolle. 

Besitzerin sucht Hilfe in über 20 verschiedenen Tierarztpraxen, ohne Erfolg. 

Alle empfehlen ein und dasselbe Diabetesfutter = teuren Müll. 


***

Besitzerin entdeckt Rohfütterung, stellt Katze um. 

Viel zu spät, um den Stoffwechsel wieder ins Gleis zu kriegen. 

Katze bekommt einen Tumor am Kiefer.

Alle Diabetes-Katzen, die wir kannten, erkrankten am Ende auch an Krebs. 

Katze stirbt. 

*** 

Soweit eine völlig alltägliche Krankengeschichte. 

Ungewöhnlich aber das Nachspiel.

Die Besitzerin, die in der Nähe von Brisbane (Queensland) lebt, lässt die Sache nicht auf sich beruhen. 

Sie reicht via Anwaltskanzlei eine Beschwerde beim Veterinary Surgeons Board of Queensland ein. 

Vet Surgeons Board: so etwas wie Tierärztekammer. 


***

Kern der Beschwerde: 

Tierärzte haben keine Ahnung von artgerechter Ernährung. 

Empfehlen ausschließlich Industriefutter. 

Verkaufen in ihren Praxen Industriefutter. 


Und die Veterinärhochschulen liegen mit der Futterindustrie im Bett


"Unsere Klientin findet es abstrus und nimmt Anstoß daran, dass Veterinäre und Tierfutterhersteller in einer symbiotischen Beziehung handeln, bei der Tierärzte das Futter empfehlen, das die Tiere krank macht, und wenn die Tiere dann in die Praxis kommen, wird wieder Futter verordnet, das die Tiere krank macht ..." (Übers. MP) 

Es sei an der Zeit, dass Veterinärmedizin und Regulierungsbehörde die Tierfutterhersteller gesetzlich zu Warnhinweisen auf ihren Produkten verpflichten



***

Die Geschichte verdanken wir der unermüdlichen Susan Thixton von truthaboutpetfood, vor der wir hiermit wieder einmal den Hut ziehen. 

Wie wird die Beschwerde ausgehen?

Natürlich wird sie abgewiesen werden. 

Tierärzte und Futterindustrie werden weiterhin Komplizen bleiben und fröhlich verdienen, in Australien genauso wie bei uns. 

PS: Angeblich wurde der Tierhalterin vom Board mitgeteilt, sie sei mitsamt ihren Tieren auf Lebenszeit aus den Tierarztpraxen Queenslands verbannt. Das kommt uns seltsam vor. Wollen die etwa Fahndungsplakate verteilen? Und würde verweigerte (Notfall-) Behandlung nicht gegen das Standesrecht verstoßen? 

©trockenfutter-katzen.blogspot.de/



Mittwoch, 19. Oktober 2016

Hochsicherheitstrakt für den Schweinebraten




Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer, hat sich laut aho zur Rohernährung für Katzen und Hunde geäußert. 

Es sei natürlich möglich, einen Hund mit selbst zusammengestelltem Futter ausgewogen zu ernähren, befindet Tiedemann immerhin. Allerdings erfordere dies eine intensive Beschäftigung mit dem Thema. 

Wie haben es die Leute früher - vor der Ankunft des Fertigfutters - nur geschafft, ihre Tiere am Leben zu erhalten? Und wie kriegen sie eigentlich ihre eigene Ernährung geregelt?

Auf jeden Fall sollte man sich "vom Tierarzt beraten lassen". 

Klar, am besten von einem, in dessen Praxis sich die Trofu-Tüten und Spezialdiät-Dosen schon im Empfangsbereich stapeln. 

Selbstverständlich warnt Tiedemann auch eindringlich vor den Keimen im Rohfleisch: Salmonellen und Campylobacter im Geflügel und Aujeszkyvirus im Schweinefleisch.

Warum diese Gefahren nur für rohgefütterte Tiere gelten sollen, nicht aber für die Menschen, die mit dem Fleisch hantieren, wird wie immer verschwiegen

Keime übertragen sich nicht nur beim Verzehr, sondern schon beim Hantieren: auspacken, abspülen, schneiden, portionieren, (für Verzehr durch Menschen) würzen, in die Pfanne, in den Topf oder auf den Grill legen, usw., usf. 

Müssten wir nicht alle für unseren Schweinebraten und unsere Hühnersuppe ein Hochsicherheitslabor in der Küche haben?


©trockenfutter-katzen.blogspot.de/