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Montag, 15. August 2016

OT: Katzen-Olympia



Olympische Spiele - von uns aus bräuchte es sie nicht mehr zu geben. 

Wer gewinnt? Grundstücksspekulanten und Bauwirtschaft, aufgeblasene Sportfunktionäre, paar Sportler, die zu Ruhm und Reichtum gelangen. 

Wer verliert? Die Steuerzahler, die Fernsehgebührenzahler (wochenlang nichts als Sport), die Bewohner der Stadt, die das Milliardenspektakel austragen darf.  



Dieses Olympia ist viel schöner (s. zB das US-Team), und es werden dafür auch keine Menschen aus ihren Häusern vertrieben.  



Hier die Sieger im Synchronschlafen: 


Goldmedaille trotz Punktabzug für Blinzeln und Haltungsfehler Hinterpfote links.               Foto: MP




Dieselbe Mannschaft holte auch Gold im Synchron-Sahneschlecken:


Wer siegen will, muss lang und hart trainieren.                                                             Foto: MP

Montag, 25. Juli 2016

OT: Summertime, and the livin' is easy




Wenn man ein schönes Schattenplätzchen hat. 



Bubikater Rolli im Efeu.                                                                                      Foto: MP

Mittwoch, 1. Juni 2016

1600 Prozent mehr resorptive Läsionen binnen zehn Jahren





Die US-Tierklinikkette Banfield hat ihren Haustier-Gesundheitsbericht für 2016 veröffentlicht. 

Er basiert auf den Diagnosen von rund drei Millionen Patienten dieses Konzerns. 

Zahnerkrankungen führen demnach bei Katzen und Hunden die Diagnosen an. 

Nicht weiter überraschend.  

Aber eine Zahl überrascht dann doch: Laut Banfield ist die Häufigkeit von resorptiven Läsionen (auch FORL genannt) bei Katzen seit 2006 um 1587 Prozent gestiegen

"Der Grund für diese Zunahme ist unbekannt und erfordert weitere Forschung auf diesem Gebiet", heißt es in dem Bericht (Übers. MP). 


***

Die Ursache für den sehr schmerzhaften Zahnverfall - die Zähne werden löchrig und zerbröseln - gilt in der Tat als unbekannt. 

Um Karies handelt es sich nicht, weil nicht primär Bakterien beteiligt sind. Die sind an der ebenfalls immer häufigeren Stomatitis beteiligt.

Man sollte meinen, dass die Veterinärmedizin sich mehr anstrengt, einer derart häufigen und schlimmen Krankheit auf den Grund zu gehen. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. 

Unser Verdacht: Ähnlich wie beim chronischen Nierenversagen und beim Diabetes wird um den heißen Brei herum geforscht und geredet. 

Die Ernährung bleibt außen vor. 


***

Dabei ist nicht gesagt, dass Körnchen und Pampe per se die Ursache sind. Katzen werden seit Jahrzehnten mit Industriefutter ernährt. 

Die Art der Fütterung allein würde den Anstieg in der Häufigkeit dieser üblen Zahnerkrankung nicht erklären, oder nur zum Teil (Verschiebung von Dose zu Trofu).  

Aber vielleicht Änderungen in der Zusammensetzung des Industriefutters.

Was hat sich geändert, dass immer mehr Katzen in immer jüngerem Alter daran erkranken?

Vielleicht zu viel Vit D in Körnchen und Pampe?

Vielleicht ein Mangel an verwertbaren Mineralstoffen im Industriefutter?

Vielleicht besonders unbekömmliche, aber billige Ausgangsprodukte, die man früher noch nicht verwendet hat?


***

Was kann man tun?

Erstens: Zähne regelmäßig kontrollieren lassen. (Statt "Jahresimpfung".) Manche Tierärzte vertreten die Meinung, dass dazu immer Röntgen gehört, wenn es ordentlich gemacht sein soll.  

Zweitens: Industriefutter meiden. Selbstgekochtes oder, besser noch, roh füttern. Am besten von Anfang an. 




©trockenfutter-katzen.blogspot.de/




Donnerstag, 28. April 2016

OT: "Katzen impfen - Der kritische Ratgeber"




Ab sofort im Buchhandel (stationär und online) bestellbar: 











Monika Peichl: Katzen impfen - Der kritische Ratgeber.
Norbert Höpfinger Verlag, Konstanz 2016,
80 Seiten, broschiert, 14,80 Euro


Auszug: 

Impfsarkom oder „Injektionsstellensarkom“?
Pharmaunternehmen und Veterinäre sprechen heutzutage praktisch nur noch vom „Injektionssarkom“
oder „Injektionsstellensarkom“, in einer deutschen Veröffentlichung ist gar vom „injektionsstellen-assoziierten“
Sarkom die Rede. Damit soll natürlich der unliebsame Zusammenhang mit den Impfungen verschleiert werden.
Es soll suggeriert werden, dass praktisch jede Art von Injektion Krebs auslösen könnte, und zwar allein
durch die Gewebsirritation.

Doch es gibt Fachleute, die das Spiel nicht mitmachen. Dr. Alice Wolf, die früher an der Texas A & M University
lehrte, hat die Sprachregelung so kommentiert: „Wir haben diese Sarkome vor Mitte der 80er Jahre nicht
gesehen, und wir haben auch damals schon tonnenweise Injektionen gegeben. Wenn es nur daran läge, dass
die Haut verletzt wird, hätten wir dieses Problem vor Mitte der 80er Jahre sehen müssen“ 
(Veterinary Practice News, Februar 2011, Übers. MP). Mitte der 80er Jahre wurden in den USA
Tollwut- und FeLV-Impfungen üblich. Von da an traten Sarkome an Impfstellen derart häufig auf,
dass die US-Kleintiermediziner sich zum Handeln gezwungen sahen und neue Impfrichtlinien
für Katzen aufstellten (...)

In die Schwanzspitze impfen
Dass man Impfsarkome in den USA nicht so sehr auf die leichte Schulter nimmt wie in der deutschen Tiermedizin, zeigt eine Pilotstudie von Cleon Hendricks und Kollegen (2013). Zunächst wurden Kleintieronkologen – also diejenigen, die Sarkom-Katzen behandeln - befragt, welche Körperstellen aus ihrer Sicht für Impfungen am besten geeignet sind. Antwort: Hinterbeine (unterhalb des Kniegelenks) oder Schwanz. Einer der befragten Veterinäre habe „begeistert“ erklärt: „Schwanz! Schwanz! Schwanz! Ich impfe meine Katzen seit Jahren in den Schwanz“ (...)

Besonders aufschlussreich ist diese Pilotstudie, weil die Krebsspezialisten nicht gefragt wurden, welche Körperstelle aus ihrer Sicht für Injektionen aller Art besonders geeignet und wünschenswert ist. Sie wurden ausdrücklich nach ihren Präferenzen für die Impfstelle gefragt. Auch dies bestätigt: Den Fachleuten ist klar, es sind nicht irgendwelche Injektionen, es sind die Impfungen, die diese tödlichen Tumoren verursachen (...)



Risikofaktoren
Lange Zeit wurde darüber geforscht, ob sich bei Impfsarkom-Katzen besondere genetische Merkmale dingfest machen lassen. Das ist bisher ohne Ergebnis geblieben.

Unstrittige Risikofaktoren sind die Impfungen mit adjuvanshaltigen Produkten und mit großen Kombis. Je häufiger eine Katze geimpft wird und je mehr Impfstoffe sie gleichzeitig erhält, desto größer das Risiko.

Ein weiterer Risikofaktor ist möglicherweise Übergewicht. Viele Katzen sind heutzutage rundlich bis fettleibig. Das ist eine Folge der kohlenhydratreichen Ernährung mit Trockenfutter, das oftmals ad libitum angeboten wird. Es steht den ganzen Tag da, weil es ja nicht verdirbt. Die Katzen essen ständig davon, weil das Trockenfutter sie nicht richtig sättigt. Es enthält zu wenig von dem, was ihr Karnivoren-Stoffwechsel braucht: tierliche Proteine und Fette. Wahrscheinlich spielt auch der Hormonstatus eine Rolle: Die meisten Katzen in menschlicher Obhut sind kastriert, und diese Veränderung des natürlichen Hormonhaushalts begünstigt Übergewicht und Fettleibigkeit. In einer Münchener Studie über Sarkom-Katzen fiel auf (wurde aber nicht näher untersucht), dass viele betroffene Tiere übergewichtig waren.


Kohlenhydratreiche Ernährung kann darüber hinaus direkt das Krebsrisiko beeinflussen. Aus der humanmedizinischen Forschung ist bekannt, dass Tumorzellen einen erhöhten Glukose-Bedarf haben und Insulinrezeptoren aufweisen. Chronisch erhöhte Spiegel von Blutzucker und Insulin können die Tumorentstehung fördern. Es ist denkbar, dass das auch für Katzen gilt, die mit Kohlenhydraten gemästet werden.
© Norbert Höpfinger Verlag 





Bei Amazon ist der Titel gelistet und vorbestellbar, bis er lieferbar ist, scheint es aber noch etwas zu dauern.  
Der Umschlag ist laminiert und fühlt sich deshalb solider an als beim Vorgängertitel "Hunde impfen - Der kritische Ratgeber".








Mittwoch, 27. April 2016

"Die Futterindustrie macht unsere Tiere fett"


Dr. Richard Malik, Fachtierarzt und Katzenspezialist an der University of Sydney, hat auf der australischen Debatten-Website The Conversation den Einfluss der Futterhersteller auf die Tierärzteschaft kritisiert. 

Die Hersteller, so Malik, sind die Hauptgeldgeber für Forschung zu Haustierernährung. "Somit bestimmen sie auch die Ausrichtung der Forschung und das, was auf diesem Gebiet als wissenschaftlich gesichert gilt. Sie spendieren Geld und Produkte für die Veterinärfachbereiche und beeinflussen so den Nachwuchs und die Hochschullehrer. Außerdem werden Dozenten und Kliniker direkt von ihnen finanziert. Die Hochschulleitungen sehen diese Verflechtungen offenbar nicht als problematisch an. Die Hersteller sponsern zudem Seminare, Webinare und Vorträge auf wissenschaftlichen Tagungen. Sie schalten Anzeigen in den führenden Veterinärfachzeitschriften und gehören zu den Hauptsponsoren des australischen Tierarztverbands" (Übers. MP). 

"Ihr Meisterstück besteht aber darin, dass sie praktische Tierärzte dazu kriegen, dieses Futter zu verkaufen und ihm damit ihren Segen zu geben, direkt im Wartezimmer ihrer Praxis" (Übers. MP). 

Katzen seien, wie ihre großen Verwandten, Hyperkarnivoren, die evolutionär darauf spezialisiert seien, ausschließlich das Fleisch und die Knochen ihrer Beutetiere zu verzehren. Warum sie dann mit Futter ernähren, das zum großen Teil aus Kohlenhydraten besteht?

"Trockenfutter ist, weil es mit geschmacklich ansprechenden Fetten überzogen ist, unwiderstehlich, genauso wie salzige Kartoffelchips für uns (...)

Katzen, die ausschließlich solches Futter erhalten, neigen dazu, Diabetes, Fettleibigkeit und Arthritis zu entwickeln."

Immerhin sei artgerechte Fütterung mit Fleisch und Knochen in Australien weiter verbreitet als in vielen anderen Ländern. Das sei zwar löblich, doch es bleibe noch viel zu tun. 


***

So etwas würde man gern auch mal von einem deutschen (österreichischen, schweizerischen) Hochschulveterinär lesen. 




©trockenfutter-katzen.blogspot.de/






Samstag, 23. April 2016

Zum Wochenende: Katzen allein zu Haus




Was Cole (der Schwarze) und Marmalade (der Rote, FIV-positiv) treiben, wenn ihre Menschen nicht daheim sind


Ganz schön aktiv, die Burschen, wenn auch vermutlich nicht die ganze Zeit über. 



Hüstel, hüstel: Wir kennen Kater, bei denen würde es sich nicht sehr lohnen, sie mit der Kamera auszuspionieren. Das wäre mehr ein Standbild, oder, genau gesagt, ein Liegebild. Man hat die halbe Nacht draußen den Mäusen nachgestellt und muss Schlaf nachholen. 

PS: Dieses Video zeigt außerdem: Zwei Katzen haben mehr vom Leben als Katzensingles.