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Donnerstag, 23. März 2017

OT: Basilikum mit Walnuss




Unser Gelegenheitsbesucher mit dem hübschen Schwänzchen taucht in den letzten Tagen häufiger auf. Man weiß, hier gibt es immer was zu essen. 



Im noch winterkahlen Ahorn beim Verzehren einer Walnuss.                                                                       Fotos: MP



Heute hatte man keine Zeit, Nüsse fortzutragen. Also schnell aufs Geländer gehüpft und die Beute versteckt. Und zwar hier:   















Freitag, 10. März 2017

Montag, 6. März 2017

Spricht sich die Botschaft herum?



Die US-Vereinigung für die Verhütung der Fettleibigkeit bei Haustieren (Association for Pet Obesity Prevention, APOP) hat Ergebnisse einer Erhebung für das Jahr 2016 vorgelegt. 

Demnach sind 53,9 Prozent der Hunde und 58,9 Prozent der Katzen übergewichtig oder adipös. 

Im Vergleich zu 2015 sind es 0,1 Prozentpunkte mehr bei Hunden und 0,7 Prozentpunkte mehr bei Katzen.

Soweit keine aufregend neuen Zahlen. 

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Aber ganz nett, was die APOP außerdem ermittelt hat:

61 Prozent der befragten Tierhalter/innen waren der Meinung, dass Futter mit wenig oder gar keinem Getreide-Anteil gesünder ist für Hunde.

Von den befragten Tierärzten/innen nur 25 Prozent. 

35 Prozent der befragten Tierhalter/innen waren der Meinung, dass Rohernährung gesünder ist für Katzen und Hunde. 

Von den befragten Tierärzten/innen nur 15 Prozent. 

43 Prozent der befragten Tierhalter/innen waren der Meinung, dass Bio-Haustierfutter gesünder ist als Nicht-Bio. 

Von den befragten Tierärzten/innen immerhin auch 33 Prozent.

73 Prozent der Tierhalter/innen waren der Meinung, dass Mais nicht gesund ist für Hunde. 

Von den befragten Tierärzten fanden hingegen 48 Prozent, dass Mais gesund ist für Hunde. 


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Beim Thema Futterqualität liegen die Ansichten von Tierhaltern/innen und Tierärzten/innen doch ziemlich weit auseinander

Und das ist eine gute Nachricht.



PS: Die Zahlen zu Übergewicht und Adipositas sind wahrscheinlich nicht besonders tragfähig, sie basieren auf der Beurteilung von nur 1224 Hunden und 682 Katzen in 187 Tierarztpraxen. Laut APOP gibt es in den USA rund 42 Millionen Hunde und gut 50 Millionen Katzen. Wie viele Tierhalter/innen zur Futterqualität befragt wurden, wurde nicht angegeben.

PPS: Natürlich kratzen die Fragen, die erhoben wurden, nur an der Oberfläche. Getreidefrei ist nicht per se besser, wenn das Futter trotzdem Stärke enthält (aus Erbsen oder sonstwas). Und Bio ist genauso schlecht wie Nicht-Bio, wenn das Protein aus zermahlenen Bio-Hühnerfedern, Bio-Tierklauen oder Bio-Tierhäuten und das Fett aus altem Bio-Speiseöl etc. pp. stammt. 

PPPS: Wie viele Tierhalter/innen in Deutschland würden Rohernährung gesünder finden als Industriefutter? Vermutlich wäre die Quote geringer als in den Staaten. Und: Dass die Leute Rohernährung für gesünder halten, heißt noch lange nicht, dass sie ihre Tiere so ernähren. 




©trockenfutter-katzen.blogspot.de/


Samstag, 25. Februar 2017

Lektüre fürs Wochenende




Auf der Netzfrauen-Website steht ein ganz informativer Bericht über das schamlose und hochprofitable Geschäft mit dem Industriefutter für Katzen und Hunde.

Es geht darum, wie überteuert das Zeug ist, was drin ist, usw., usf. Mit gebührender Würdigung der Marketingstrategien der Hersteller.

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Was da noch zu ergänzen wäre, ist der jüngste Futterskandal in den USA: Hundefutter von Evanger's (Markennamen Evanger's und Against the Grain) war/ist mit Pentobarbital verseucht, also mit dem Euthanasiemittel. 

Fünf Hunde schwer erkrankt, einer gestorben. (Mindestens.)

Evanger's scheint überhaupt ein ziemlich fragwürdiges Unternehmen zu sein. 

Offenbar wird (oder wurde jedenfalls) Futter von diesem Hersteller auch in Deutschland verkauft.


PS: Inzwischen (6. März) haben sich noch mehr Hundehalter gemeldet; die zuständige US-Behörde FDA hat zehn weitere Beschwerden erhalten, fünf der betroffenen Hunde haben laut FDA "dokumentierte" Symptome, die einer Pentobarbital-Vergiftung entsprechen. 

Evanger's hat daraufhin seinen Futter-Rückruf ausgeweitet, wie üblich am Wochenende, "out of an abundance of caution" ("aus Übervorsicht").


PPS: Warum nur denken so viele Leute, dass Industriefutter aus den USA besser ist als der Dreck, der in Europa produziert wird? Weil die Markennamen irgendwie schicker klingen? "Against the Grain" - schönes Wortspiel, aber doch der gleiche Dreck wie das andere Zeug aus den Bottichen der Abfallverwerter. 



Dienstag, 7. Februar 2017

Diabetes bei Katzen - könnte es vielleicht doch (ein bisschen) am Trofu liegen?




Katzen kriegen Diabetes, weil sie zu viel essen, zu dick sind und zu wenig Sport treiben. 

Womit sie ernährt werden, hat mit Diabetes natürlich ganz und gar nichts zu tun. 

Das ist die herrschende Lehre in der Kleintiermedizin (deren ernährungswissenschaftlicher Zweig zu großen Teilen von der Futterindustrie gesteuert wird). 

Schwedische Wissenschaftler haben dieses Dogma jetzt ganz, ganz vorsichtig angekratzt (Öhlund et al. 2017).

In einer Studie auf Basis der Daten einer Tierversicherung und auf Basis von Tierhalterangaben stellten sie fest, dass auch normalgewichtige Katzen an Diabetes erkranken können, und zwar solche, die mit Trockenfutter ernährt werden. 

Sensationell. 

Sogar Veterinäre, die sonst nix auf ihre Freunde von der Futterindustrie kommen lassen, haben schon öffentlich zugegeben, dass an der Studie was dran sein könnte. 

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In der Öhlund-Studie wird schön beschrieben, warum Trofu das Diabetes-Risiko erhöht:

Kohlenhydratreiche Kost verursacht erhöhte postprandiale Glukose- und Insulinkonzentrationen. 

Chronisch erhöhte Blutzuckerspiegel und chronisch erhöhte Insulinspiegel setzen den Betazellen der Bauchspeicheldrüse zu, bis sie schließlich nicht mehr können > Katze wird diabetisch. 

Es wird sogar erwähnt, dass diabeteskranke Katzen von kohlenhydratarmer Ernährung profitieren. 

Sie können mehr als profitieren, sie können wieder gesund werden, wenn sie sofort auf kohlenhydratarme oder kohlenhydratfreie Kost umgestellt werden. 


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Vor einiger Zeit haben wir auf eine andere Studie hingewiesen, in der - auch ganz, ganz vorsichtig - Trofu als Risikofaktor für Übergewicht bei Katzen andiskutiert wird. 


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Solche Studien werden die Tierärzte natürlich nicht daran hindern, den Dreck weiterhin wärmstens zu empfehlen und in ihren Praxen zu verhökern. 





PS: In der schwedischen Untersuchung wurden auch Impfungen als Risikofaktor für Diabetes entdeckt. Angesichts des geringen Anteils ungeimpfter Katzen in der Studienpopulation ist das jedoch alles andere als bewiesen, es kann sich um ein statistisches Artefakt handeln. 



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Donnerstag, 22. Dezember 2016

Frohe Botschaft zum Fest







Foto: Wikimedia






Ein feines Weihnachtsgeschenk für uns und für alle, die auch von den verlogenen Tierfutterkonzernen angeekelt sind



Anwälte in Kalifornien, Minnesota, Georgia und North Carolina haben eine Sammelklage gegen führende Hersteller und Verkäufer von Haustierfutter eingereicht: 

- gegen Mars, Nestlé Purina, Hills und Petsmart 


- sowie gegen Veterinärklinik-/praxisketten, die diesen Tierfutterunternehmen gehören. 



Sie werfen, kurz gesagt, den Herstellern und Verkäufern vor, die Tierhalter mit ihren "Prescription"-Produkten zu täuschen


Diese "Prescription"-Sorten* enthalten, so der Vorwurf, auch nichts anderes als die normalen (und preiswerteren) Produkte. 

Marketing und Aufmachung von "Prescription"-Futter verstoßen, heißt es weiter, unter anderem gegen Verbraucherschutzrecht.

Den Herstellern und Verkäufern wird vorgeworfen, dass diese "Prescription"-Produkte nur dazu dienten, höhere Preise zu erzielen. 

Usw. 

Den Wortlaut der Klage kann man hier nachlesen (englisch). 


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Das Ganze wird sich noch Jahre hinziehen. 

Die Gegenseite - stinkend vor Geld, das der Futterdreck einbringt - wird die teuersten Anwaltskanzleien der USA in Stellung bringen. 

Und natürlich auch jede Menge Mietmäuler aus der "Wissenschaft" aufbieten. 

Schließlich nehmen fast alle akademischen Fachleute für Haustierernährung auf die eine oder andere Art Geld von den Futterherstellern

Mehr noch, ganze Vet Schools (Veterinärfakultäten) lassen sich von den Herstellern kaufen, äh, sponsern. Für Beträge, die die hochprofitablen Unternehmen aus der Portokasse zahlen.  

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Mit den überteuerten fragwürdigen "Prescription"-Produkten wird selbstverständlich auch hierzulande Kasse gemacht, siehe zum Beispiel hier

"Klinisch erprobt". Nur beim Tierarzt erhältlich. Damit die Kundschaft dran glaubt.**

*Prescription = Verschreibung = Suggestion, es handle sich um so etwas wie ein von einer Arzneimittelbehörde geprüftes und zugelassenes Medikament

**Wer hier eine doppelte Bedeutung herausliest, liegt möglicherweise nicht falsch. 


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